“Data is the new soil”: Daten können Erträge bringen …

Datengetriebene Geschäftsmodelle

Beim AI Styria Stammtisch im Jänner 2020 standen Daten und ihre wirtschaftlichen Potentiale im Mittelpunkt: In Kooperation mit der Steiermärkischen Sparkasse zeigten vier Experten die nächsten Schritte zum daten-gestützten Wettbewerbsvorteil auf: Stefan Schmidhofer von AI Styria riß die aktuellen Stand der Technologie-Chancen auf. Der Business Unit Verantwortliche für Data-Driven Business Gert Breitfuss vom Know-Center erklärte praktische Tools zur Modellierung der Daten-Wertschöpfung. Thomas Aglassinger ist Product Owner bei ITELL und schilderte eindrücklich, wie aussagekräftig auch anonymisierte Daten (z.B. Kundenfeedbacks) sein können. Die zwei ambitionierten Gründer Manuel Weichselbaum und Leander Zaiser beschrieben ihre Produktidee, die sie ab 2021 mit ihrem Unternehmen A2I auf den Markt bringen werden. Oliver Kröpfl fasste als Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse die drei internen und externen Herausforderungen aller Zuhörer punktgenau zusammen.


Stefan Schmidhofer gibt in Vertretung von Clemens Wasner einen Einblick in die AI Landschaft Österreichs und einen Ausblick, welche Chancen 2020 auf uns warten:

  • Generative Adversarial Networks (GAN) können Daten anonymisieren und eröffnen eine Welt von Use Cases.
  • Reinforcement Learning stellt uns technologisch vor die Herausforderung, mit welchen Belohnungssysteme wir sinnvoll steuern.
  • AI Chips werden künstliche Intelligenz auch ohne Internet-Zugang verfügbar machen
  • Explainable AI ist die Herausforderung für Entwickler: Wie mache ich transparent und nachvollziehbar, warum die KI tut, was sie tut

Keine Branche ist ausgenommen von den Umwälzungen durch KI. Das gesamte Ingenieurswesen ist betroffen.
KI ist auch in Österreich direkt vor der Haustüre und wartet nur darauf, den nächsten Wettbewerbsvorteil zu schaffen.


Gert Breitfuss vom Know-Center schilderte erfahren und praktisch, wie aus vorhandenen Daten konkrete Erträge erwirtschaftet werden können. Fünf Fragen stehen dabei am Anfang:

  1. Was wollen wir mit Daten erreichen?
  2. Was ist unser gewünschtes Wertangebot (Leistung)?
  3. Welche Daten benötigen wir und wo bekommen wir sie her?
  4. Wie werden diese Daten verarbeitet und verwendet?
  5. Was ist der Nutzen (Erlöse oder Einsparungen)? Wie monetarisieren wir die Daten?

Manuel Weichselbaum und Leander Zeiser von A2I und Thomas Aglassinger von iTell.Solutions schilderten aus ihrem Alltag, wie aus der technologischen AI-Sicht heraus ein Geschäftsmodell mit einem konkreten Nutzen für die Kunden gemacht wird.


Oliver Kröpfl und Dagmar Eigner-Stengg stellen das geballte Know-how zur Verfügung, wenn AI Unternehmen starten: “Wir wissen, wie man die erste Minute im Gespräch mit wichtigen Investoren überlebt. Und diese Erfahrung kann sich jeder Gründer in einem Gespräch mit dem Team im Gründer Center abholen.”

v.L.n.R.: Stefan Schmidhofer, AI Styria – Gert Breitfuss, Know-Center, Dagmar Eigner-Stengg, GründerCenter Steiermärkische Sparkasse, Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse, Manuel Weichselbaum, A2I, Leander Zeiser, A2I – Thomas Aglassinger, iTell.Solutions

Fotos: (c) Margit Kundigraber